Autorenarchiv: Anita Glanznig

Zeitmanagement

Viele Lernprobleme sind gar keine reinen Wissenslücken, sondern ein Problem der Organisation: Zu viel Stoff, zu wenig Struktur, und am Ende bleibt alles bis kurz vor der Prüfung liegen. Das kenne ich aus meiner Arbeit mit Schülern genauso wie mit Studierenden, die plötzlich viel eigenverantwortlicher lernen müssen als in der Schule.

Ein gutes Zeitmanagement ist erlernbar. Es geht nicht darum, jede Minute durchzuplanen, sondern einen Rhythmus zu finden, der zum eigenen Alltag und zur eigenen Arbeitsweise passt.

Typische Herausforderungen, die ich begleite:

  • Aufschieben (Prokrastination) von Lernaufgaben oder Arbeiten
  • Schwierigkeiten, große Aufgaben (z. B. Semesterarbeiten, Prüfungsvorbereitung) realistisch einzuteilen
  • durch das Aufschieben entsteht ein großer Berg an Lerninhalten, der nicht mehr bewältigt werden kann, was auch Prüfungsblockaden fördert
  • Das Gefühl, ständig hinterherzuhängen, obwohl viel Zeit investiert wird
  • Fehlende Pausen und daraus resultierende Erschöpfung

Was wir gemeinsam erarbeiten:

  • Realistische Wochen- und Tagespläne, die auch Pufferzeiten einplanen
  • Priorisierung: Was ist wirklich dringend, was kann warten?
  • Kleine, machbare Etappen statt überwältigender Gesamtaufgaben
  • Strategien gegen das Aufschieben, die auf die individuelle Situation abgestimmt sind
  • Die Balance zwischen Lernen, Erholung und anderen Lebensbereichen

Besonders für Studierende, die zum ersten Mal ihren Lernalltag komplett selbst organisieren müssen, kann ein strukturiertes Zeitmanagement den entscheidenden Unterschied machen – auch in Kombination mit gezielten Lerntechniken.

Interesse an einem Termin? Dann melden Sie sich gerne telefonisch oder per E-Mail bei mir: Kontakt

Prüfungsvorbereitung und Umgang mit Prüfungsstress

Vor einer wichtigen Prüfung angespannt zu sein, ist ganz normal. Problematisch wird es, wenn die innere Anspannung so groß wird, dass sie das eigentliche Können überlagert und wenn im entscheidenden Moment ein Blackout entsteht, obwohl man es zu Hause noch sehr gut konnte. Das erlebe ich sowohl bei Schülern vor Schulaufgaben als auch bei Studenten vor Klausuren oder mündlichen Prüfungen.

In meiner Arbeit unterstütze ich dabei, mit dieser Anspannung besser umzugehen, damit sie nicht mehr im Weg steht, sondern höchstens noch als leichte Aufregung spürbar ist.

Anzeichen, bei denen eine Begleitung sinnvoll sein kann:

  • Blackouts in Prüfungssituationen, obwohl gelernt wurde
  • Starke körperliche Anspannung vor oder während Prüfungen (z. B. Herzklopfen, Übelkeit, Zittern)
  • Vermeidungsverhalten – Lernen wird so lange wie möglich hinausgezögert
  • Das Gefühl, unter Druck deutlich schlechter abzuschneiden als das eigentliche Wissen hergibt
  • Grübeln und Sorgen in der Nacht vor einer Prüfung

Mein Ansatz:

Ich arbeite unter anderem mit Entspannungsübungen und Methoden der Kinesiologie, um festsitzende Anspannung zu lösen und wieder mehr Gelassenheit in Prüfungssituationen zu bringen. Dazu kommen mentale Strategien, um in der Prüfung selbst ruhig und fokussiert zu bleiben, sowie eine strukturierte Vorbereitung, die Sicherheit gibt.

Das gilt für Schulprüfungen genauso wie für Klausuren, Referate oder mündliche Prüfungen im Studium – die Mechanismen dahinter sind oft sehr ähnlich, auch wenn der Kontext ein anderer ist.

Ablauf:

  1. Gemeinsames Gespräch, um die individuelle Situation zu verstehen
  2. Vermittlung von Techniken für die konkrete Prüfungssituation
  3. Vermittlung von Lerntechniken und Erstellung einer Lernstruktur für besseres Zeitmanagement
  4. auf Wunsch: Kinesiologische Sitzung oder Übungen
  5. Bei Bedarf: Begleitung über einen längeren Zeitraum vor einer wichtigen Prüfungsphase

Haben Sie Interesse? Dann melden Sie sich gerne für ein Erstgespräch bei mir. Kontakt

Reflexintegration in München – Unterstützung für Lernen, Konzentration und Entwicklung

In meiner Lernpraxis in München arbeite ich unter anderem mit dem Blomberg Rhythmic Movement Training (BRMT), das vom schwedischen Neurologen und Psychiater Harald Blomberg entwickelt wurde.

Seine Erkenntnis: Gezielte, rhythmische Bewegungsübungen – orientiert an den natürlichen Bewegungsmustern von Babys und Kleinkindern – können die Entwicklung des Nervensystems unterstützen.

Warum Reflexintegration für Kinder sinnvoll sein kann

In den ersten Lebensjahren erfolgt Entwicklung vor allem über Bewegung. Durch Strampeln, Rollen und Krabbeln werden wichtige Reize gesetzt, die das Gehirn und das Nervensystem miteinander vernetzen.

Auch Erfahrungen wie:

  • getragen werden
  • gehalten werden
  • sanftes Schaukeln

spielen eine wichtige Rolle.

Wenn diese grundlegenden Bewegungs- und Sinneserfahrungen nicht ausreichend stattfinden konnten, kann sich das später im Alltag zeigen – insbesondere beim Lernen, bei der Koordination oder in der Aufmerksamkeit.

Frühkindliche Reflexe – eine wichtige Basis

Frühkindliche Reflexe sind angeborene Bewegungsmuster, die teilweise bereits im Mutterleib entstehen. Sie unterstützen wichtige Entwicklungsschritte wie die Geburt, das Aufrichten sowie das Krabbeln und Gehen.

Im Normalfall werden diese Reflexe in den ersten Lebensjahren integriert. Bleiben sie jedoch aktiv, kann das die weitere Entwicklung beeinflussen.

Woran man aktive Reflexe erkennen kann

In meiner Praxis für Reflexintegration in München berichten Eltern häufig von folgenden Beobachtungen:

  • ihr Kind verliert schnell den Fokus
  • Lernen fällt schwer oder wirkt sehr anstrengend
  • Schreiben ist verkrampft oder langsam
  • Schwierigkeiten beim Lesen oder Rechnen
  • Unsicherheiten in der Koordination
  • Probleme mit der Rechts-Links-Orientierung
  • schnelle Überforderung oder Unruhe
  • emotionale Schwankungen
  • Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen

Diese Anzeichen können Hinweise darauf sein, dass die grundlegenden körperlichen Voraussetzungen für das Lernen noch Unterstützung brauchen.

Frühkindliche Reflexintegration in München – wie ich arbeite

Im Rahmen der frühkindlichen Reflexintegration in München begleite ich Kinder mit gezielten, rhythmischen Bewegungsübungen. Diese orientieren sich an frühkindlichen Bewegungsmustern und werden individuell angepasst.

Ziel ist es, die natürlichen Entwicklungsprozesse zu unterstützen und die Basis für Lernen, Konzentration und Koordination zu stärken.

Mein Ansatz:

  • alltagsnahe und einfache Übungen
  • begleitende Unterstützung für Eltern
  • ganzheitlicher Blick auf das Kind

Reflexintegration in München – für wen ist das geeignet?

Mein Angebot richtet sich vor allem an Kinder im Vorschul- und Grundschulalter, die im Alltag vor Herausforderungen stehen – insbesondere im schulischen Kontext. Aber auch ältere Schüler können von BRMT profitieren.

Die Reflexintegration kann eine sinnvolle Ergänzung zur Lerntherapie sein, wenn Eltern sich eine ganzheitliche Unterstützung wünschen. Gerade bei Legasthenie sind oft auch bestimmte Reflexe aktiv und durch die Integration kann die Lerntherapie erleichtert werden.

Das Blomberg Rhythmic Movement Training (BRMT) integriert frühkindliche Reflexe ganz sanft mit isometrischer Integration. Es wird auch der kinesiologische Muskeltest eingesetzt, um die besten Übungen auszutesten.

Zum Ablauf:

Eine Sitzung dauert eine Stunde und findet im Abstand von 4-6 Wochen in meiner Praxis in München statt. Es werden einfache Bewegungsübungen für zu Hause mitgegeben, die regelmäßig durchgeführt werden sollten, um eine längerfristige Integration zu erreichen.

Wenn Sie mehr über die frühkindliche Reflexintegration in München erfahren möchten oder unsicher sind, ob dieser Ansatz für Ihr Kind passend ist, melden Sie sich gerne für ein Telefonat. Kontakt

Hinweis: Die frühkindliche Reflexintegration ist ein pädagogisch begleitender Ansatz und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Behandlung.

Onlineangebote Lerntherapie

Aus aktuellem Anlass biete ich Lerntherapie auch als Online-Unterricht an. Gerade bei älteren Kindern und Jugendlichen funktioniert es sehr gut und wir haben die Möglichkeit, weiter an der gemeinsamen Arbeit dran zu bleiben. So können wir die Zeit, während die Schule geschlossen ist, sinnvoll nutzen, um bestimmte Lerninhalte, noch einmal in Ruhe gemeinsam durchzugehen und mögliche Lücken aufzuholen.

Zusätzlich ist es mir auch sehr wichtig, in dieser schwierigen und emotional belastenden Situation, auch weiterhin als Ansprechpartnerin für Familien, Kinder und Jugendliche da zu sein. Gerade jetzt ist es wichtig, dass Schüler weiterhin einen Ansprechpartner haben, um über Ihre Sorgen und Belastungen zu sprechen.

Gerne biete ich auch Unterstützung bei Hausaufgaben oder schulischen Themen an.

Melden Sie sich gerne bei mir, um Fragen zu klären und herauszufinden, ob sich mein Onlineangebot für das Thema/Problem Ihres Kindes eignet: Kontakt

Bewegung ist das Tor zum Lernen – Die Lateralitätsbahnung

Dr. Paul Dennison, ein amerikanischer Pädagoge und Kinesiologe, beschäftigte sich intensiv mit Schülern mit Lernstörungen und entwickelte sein eigenes Programm, um diesen Kindern zu helfen. Dabei kombinierte er Methoden aus der Kinesiologie mit Bewegungsabfolgen („Brain Gym“), weil er beobachtet hatte, dass Kinder mit Lernproblemen oft unter physischen Wahrnehmungsproblemen litten und sich nicht koordiniert im Raum bewegen konnten.

Die „Dennison-Lateralitätsbahnung“ hat sich auch im Rahmen dieser Arbeit entwickelt, als Dennison beobachtete, dass Schüler mit Lernstörungen oft motorische Schwierigkeiten und Probleme in der Koordination aufwiesen. Sie könnten Überkreuzbewegungen oft gar nicht oder nicht ohne Anstrengung durchführen und er war der Auffassung, dass ihr ganzes System dadurch blockiert war. Durch die Lateralitätsbahnung versuchte er,  diese Blockade im Körper aber auch im Gehirn zu lösen und eine Integration der rechten und linken Gehirnhemisphäre zu ermöglichen. Normalerweise erfolgt diese Integration schon in der Krabbelphase, wo Kinder lernen, Arme und Beine überkreuz zu bewegen. Wenn Kindern nicht gekrabbelt sind, fehlt ihrem Körper diese Erfahrung, um eine Überkreuzbewegung durchführen zu können. Mit der Lateralitätsbahnung wird versucht, diese Erfahrung nachzuholen und das Ungleichgewicht zu beheben.

Weitere mögliche Probleme, die auf eine mangelnde Integration beider Gehirnhälften hinweisen können:

  • rechts und links wird verwechselt
  •  ei/ie oder die Buchstaben p/b/q/d werden verwechselt
  • unschöne Schrift, verkrampfte Schreibhaltung
  • Probleme beim Überkreuzen der Körpermittellinie (auch beim Schreiben
    und Lesen)
  •  keine oder auffällige Krabbelphase in der frühen Kindheit
  •  Koordination von rechter und linker Körperhälfte ist mühsam oder gelingt nicht

Da beim Lesen und Schreiben, die Überkreuzung der Mittellinie sehr wichtig ist und auch die Hand-Augen-Koordination eine große Rolle spielt, kann die „Lateralitätsbahnung“ bei Lernstörungen oder Konzentrationsproblemen oft viel bewirken.

Bei der Bahnung werden Überkreuzbewegungen und homolaterale Bewegungen abwechselnd durchgeführt und mit Augenbewegungen und Zählen oder Summen verschiedene Gehirnbereiche aktiviert. Nach der Bahnung sollte die Überkreuzbewegung zu Hause täglich für einen längeren Zeitraum geübt werden, um die Integration zu verbessern.

Haben Sie Fragen dazu oder Interesse an einer Bahnung? Melden Sie sich hier.